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Bilder: z.T. aus Hondesport & Sporthonden Text: Kai Müller
Ich möchte mich auf dieser Seite hauptsächlich mit K.N.P.V. Hunden befassen, da ich über deren Einsatzbereiche die meisten Informationen und auch Bilder habe. Allerdings gibt es wohl vom Einsatzbereich her keine so großen Unterschiede zu anderen Ländern.
Die Einsatzbereiche der Hunde aus der K.N.P.V. sind sehr verschieden. Sie reichen vom Spürhund über den Rettungshund über den Dienst- und Militärhund bis hin zum Privathund für die Couch oder nur zum
aufpassen. Die Hunde und deren Ausbildung sind auf der ganzen Welt bekannt und werden respektiert wie es sonst nur selten der Fall ist. Es ist ein Merkmal dieser Hunde, daß sie im privaten Leben absolut soziale
Eigenschaften besitzen und man sie in der Wohnung kaum registriert, selbstverständlich nur mit guter Erziehung. Durch die Platzprobleme welche Holland hat, war es schon immer nötig einen in der Familie sehr
sozialen Hund zu züchten, da nicht alle die Möglichkeit haben ihren Diensthund im Zwinger hinterm Haus zu halten. Vielleicht machte dies diese Hunde so legendär!!
INHALT: 1. RETTUNGSHUNDE 2. MILITÄRHUNDE 3. SUCHHUNDE 4. POLIZEIDIENSTHUNDE (im “normalen” Streifendienst)
RETTUNGSHUNDE In der K.N.P.V. ist es nicht nur möglich seinen Hund als Diensthund ankören zu lassen, es gibt auch die Möglichkeit Rettungshunde in dieser
Vereinigung auszubilden. Die Rettungshunde der K.N.P.V. unterlaufen ebenfalls eine sehr harte und glasklare Ausbildung und sind auch in der ganzen Welt vertreten. Zweimal im Jahr findet von der K.N.P.V. ein
“Rettungshundeexamen” statt. Dieses wird vom Veterinär-Rettungshunde-Team abgenommen.
 Dies ist das Logo dieser Staffel
Die Hunde müssen hier ebenfalls wie wir es aus Deutschland kennen, verschiedenste Parcours durchqueren um den Test zu bestehen.
Die Hunde müssen in jedem Gelände Revieren. Sie lernen aber auch direkte Spuren zu verfolgen und Gegenstände anzuzeigen. Die Hunde müssen zeigen, daß sie unter jeden Bedingungen das Erlernte abspulen können.

Hier sieht man einen deutschen Schäferhund bei der Stöberarbeit im Geröll. Die Hunde dürfen hier nicht zimperlich sein. Aufgerissene Pfoten und Verstauchungen sind schon fast normal.
 Dieser Mechelaar sucht ebenfalls nach Verschütteten im Geröll.
 Hier die Rettung des Verschütteten.
Arbeitsbereitschaft, Vitalität und Härte zahlen sich bei den Hunden immer aus. Doch nicht nur bei denen. Die Hundeführer der Rettungshunde egal wo auf der Welt
gebührt meiner Ansicht nach der größte Respekt. Sind sie es nicht welche stehts freiwillig all diese enormen Risiken eingehen um anderen zu helfen. -Ohne Lohn!!-
Sei es nur ihred wegen, diese Hunde zu erhalten!!
Aber nicht nur auf dem Land werden Hunde aus K.N.P.V. -Zucht eingesetzt. Auch zur Suche auf dem Wasser haben sich diese Hunde bewiesen.
 Hier sucht dieser Schäferhund nach Ertrunkenen.
Wenn eine Person ertrinkt, werden z.B. Hautpartikel nach oben getragen, welche der Hund erriechen kann.

Durch Bellen und andere Körpergesten zeigt er dann an, an welchem Ort er den Geruch in die Nase bekam.
MILITÄRHUNDE Im Militärischen Bereich werden die Hunde sehr oft zum Schutz von militärischen
Einrichtungen, als Hund für Patroulliengänge (z.B. ein Waldstück oder eine Wiesenfläche nach feindlichen Truppen oder fremden Gegenständen abrevieren), sowie zur Sprengstoffsuche eingesetzt.
Der Einsatzbereich ist schier unbegrenzt in dem man diese Hunde wieder trifft. Die Zeitschrift “HONDENSPORT & SPORTHONDEN” aus Holland zeigt mehrmals im
Jahr in ihren Ausgaben welche Bereiche hier vorwiegend abgedeckt werden können. Sehen wir hier also ein paar Bilder, aus dieser Zeitschrift, von Einsätzen der Hunde in Holland.
Vorab, diese Zeitschrift sei ebenfalls wie “der Gebrauchshund” jedem Liebhaber des Arbeitshundes zu empfehlen. (Allerdings muß man auch holländisch lesen und verstehen können.)
 Hier sieht man einen K.N.P.V. Helfer der Luftwaffe auf einem internen Wettstreit. Der
Mechelaar bewacht wie in der vorangegangenen Polizeihundprüfung(PH) den Täter immer von hinten.
 Überfall auf den Soldaten. Der Hund setzt einen sauberen Griff. Ohne den Mann unnötig zu verletzen kann der Täter somit neutralisiert werden. Gelernt ist eben gelernt!!

Auch hier sehr schön zu sehen, daß der Hund den Griff nicht verläßt. Somit ist eine sichere Verhaftung möglich. Der Hund hält den Täter solange fest bis dieser gesichert ist.
 Täter an die Wand - Hund zum Bewachen dahinter
Eine bessere Absicherung für Führer und Hund gibt es wohl nicht.
Die Holländische Luftwaffe hat wohl eines der härtesten Selektionsverfahren für ihre
Hunde. Von 10 PH1 Hunden kommt oftmals nur einer durch und erfüllt deren Anforderungen. Der Bestand deren Hunde kann nur von privaten Züchtern und
Ausbildern gedeckt werden. Andernfalls könnten sie die Selektionsmerkmale nicht so hoch ansetzen. Da zur Überprüfung nur PH1 Hunde vorgestellt werden dürfen, ebenfalls beim normalen Diensthund für die “Straße”.
Doch nicht nur in Holland sind die Hunde der K.N.P.V. legendär. In aller Welt schätzt man mittlerweile diese Hunde und deren Ausbildung.
Hier ein paar Bilder von John Kos, der in Littauen bei der Armee mit seinem PHV-Club “Lombardijen” eine Vorführung mit ihren Hunden machte. Auch in diesem Land
werden Ausbildungsmethoden der K.N.P.V. angewandt, um noch mehr Sicherheit aus ihren Hunden herausholen zu können.
 Auf der Flucht beim Transport ist es oftmals sicherer die Hunde ins Bein beißen zu lassen. Auch dies sollte man von Anfang an den Hunden beibringen.

Revieren fremder Gegenstände. Nicht nur im Wald, auch in Gebäuden und anderen Arealen. Quasi überall dort, wo es nötig ist Aufklärung zu betreiben. Das Revieren der
Kiste in der K.N.P.V. kann auch hierfür als Vorausbildung verwendet werden!! Leider ist die Mauer im Hintergrund sehr schlecht zu erkennen. Die Kiste steht hier auf dem Kasernenareal.
 Links sieht man John im Vollschutz. Die Armee in Littauen ist immer sehr froh mit der
K.N.P.V. zusammenarbeiten zu können.

Auch SHARP`s Vater, hier mit seinem HF, kommt aus der Littauischen Armee.
SUCHHUNDE Der Einsatz von Hunden in Holland ist legendär. Es gibt unzählige von Hundeschulen,
die nur darauf spezialisiert sind, Hunde für die K.N.P.V. zu züchten und auszubilden, um später daraus gute Diensthunde zu bekommen.
Es gibt Schulen die nur darauf spezialisiert sind, Hunde zum Suchen auszubilden. “Suchschulen” Hier werden alle Rassen verwendet die es ermöglichen effiziente Sucharbeit zu
verrichten. Ausgebildet werden Suchhunde für Rauschgift, Sprengstoff, Spurenvergleichshunde, Rettungshunde, Spürhunde und und und. Alles was mit der Nase zu tun hat.
 Hier sieht man das Anspielen eines jungen Labrador. Eine Rasse die sich sehr gut
bewiesen hat in der Arbeit mit dem Suchen. Durch gewisse Modetrends muß man allerdings auch hier sehr genau selektieren um ein gesundes Tier zu kaufen.
Es werden aber auch Mischlinge zwischen Jack Russel und Beagle verwendet um effizientere Arbeiter zu bekommen.
 Suchen im Stroh

Dieser Hund ist schon etwas weiter in der Ausbildung. Alles in allem ist nochmals zu erwähnen, daß auch diese Hunde einer genauen
Selektion zum Opfer fallen bis sie endgültig und sicher in den Dienst gehen. Härte, Selbstsicherheit, Intelligenz, Vitalität und Ausdauer sind hier ebenfalls tonangebend.
Ebenfalls eine sehr beeindruckende Arbeit. Der Geruchspurenvergleich. Bei Auffindung von Gegenständen zur Beweissicherung werden nicht immer
verwertbare Spuren wie Fingerabtrücke gefunden. Durch Haut und Sekretkontakt sind jedoch Individualgerüche an diesen. Wird dann zu einem späteren Zeitpunkt ein
Tatverdächtiger ermittelt, wird das Beweismittel als Anriechgegenstand benuzt. Diesen Geruch speichert der Hund in seinem Kurzzeitgedächtnis. Nun werden ihm
mehrere Metallstäbchen hingelegt, welche von unterschiedlichen Personen berührt wurden. Bei Übereinstimmung des Geruchs, zwischen den beiden Gegenständen, zeigt
der Hund das an. Nach einem Urteil des Landgerichtes Stuttgart liegt eine Fehlerquote von annähernd Null vor, wenn zwei Geruchsspurenvergleichshunde unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis kommen.
Es gab diese Arbeit schon damals in der Ehemaligen DDR und wurde nach der Wende abgeschafft. Der Zweck der Hunde war Tatwerkzeuge oder andere Beweismittel einer
bestimmten Person zuzuordnen. Dies wurde immer mit zwei Hunden durchgeführt. Es wurde nicht als Beweis gewährtet nur als Indiz, dies ist heute immer noch so. Es gab
verschiedene Varianten. Bei einer, mußte der Verdächtige ein steriles Metallröhrchen anfassen, welches dann später in einem Greis vom Hund wiedererkannt und verwiesen werden mußte.
Die Ausbildung erfolgte über den Spiel- und Beutetrieb. Also, Bestädigung der Arbeit über positieve Motivation. Die Hunde wurden aber auch von der Stasie “mißbraucht”. Welche Gläser mit
Geruchsproben sammelte und somit die Hunde geziehlt zur Identifizierung gewisser Personen einsetzen konnten. Diese Arbeit konnte fast mit der heutigen DNA Analyse von Staftätern verglichen werden.
Diese Bilder sind aus der Zeitung HONDENSPORT & SPORTHONDEN aus Holland.
 Die Hunde bekommen gelehrt gewisse Geruchspuren anzuzeigen und diese von etwa
Ähnlichen zu unterscheiden. Eine sehr verantwortungsbewußte Arbeit, da das Ergebnis ausschlaggebend für die Aufklärung eines Kriminalfalles sein kann.
 Die Arbeit dieser Hunde ist geprägt durch höchste Konzentration. Trieb würde hier
alles versauen. Was nicht bedeutet, daß die Hunde keinen Trieb haben dürfen. Es ist sogar “lebensnotwendig”, daß diese Hunde einen hohen Trieb haben. Nur wird der in
einem gewissen Maße kanalisiert, so daß der Hund lernt in der Übung konzentriert seiner Arbeit nachzugehen.
Sprengstoffsuchhunde, werden für jegliche Art von Sprengmittel eingesetzt. Auch Waffen und Munition
müssen von ihm unterschieden werden. Der Sprengstoff kann in flüssiger, gasförmiger oder fester Form vorhanden sein. Die Kontrolle von Gebäuden und öffentlichen
Einrichtungen ohne Hund währe zu ungenau. Oftmals ist es nur mittels gut ausgebildeter Hunde möglich versteckte Sprengstoffe zu finden. Der Einsatz dieser
Hunde wird immer wichtiger. Auch diese Ausbildung ist nur mit sehr triebigen und selbständigen Hunden möglich. Da die arbeit sehr gewissenhaft und vor allem ruhig
ausgeführt werden muß, muß der Hund am Ende der Ausbildung nicht nur die verschiedenen Stoffe unterscheiden können. Er hat auch gelernt, seinen Trieb in
einem Gewissen Maße zu unterdrücken um konsequent seiner Arbeit nachgehen zu können. Was zu einer Tortur werden kann wenn der Hund vernünftigen Trieb besitzt
und vieleicht noch ein wenig stur ist. Um die Art der Arbeit besser verstehen zu können, verweise ich alle auf die Rubrik “SPEZIALHUNDE”. Tino Schmitt und dessen
Hundeschule sind für nähere Fragen auf diesem Gebiet zuständig
POLIZEIDIENSTHUNDE Kommen wir nun zum Einsatzbereich des Diensthundes auf der Straße, ebenfalls in
Holland. Wie auch schon anderen Orts beschrieben, gibt es in Holland verschiedene Hunde für verschiedene Einsatzbereiche. Der Diensthund auf der Straße muß in aller
erster Linie die Bürger und seinen Führer schützen. “Mehr” wird eigentlich nicht abverlangt. Jedoch sind die Auslesekriterien hier ebenfall wieder so hoch, daß man
schon gute Hunde züchten und ausbilden muß um da zu bestehen. Die Einsatzbereiche ziehen sich durchs Rotlichtmilieu, den Bahnhofsbereich,
Fußballspiele, Demonstationen usw. Überall wo es hart auf hart kommt, werden diese Hunde, effektiver als die Schußwaffe, eingesetzt. Auf den Bildern ist sehr schön die Überprüfung dieser Hunde während eines
Wettkampfes zu sehen.
 Abseilen von einer Brücke

Nach dem Abseilen das Stellen eines Ziviltäters auf einem Brückenvorsprung.

Gleiche Übung - anderes Team

Die Hunde müssen in einem extremen Gehorsam stehen und eine gute Verbindung mit dem Hundeführer haben.
 Ein Merkmal auf was die Holländer schon immer sehr viel Wert legten war die Soziale Verträglichkeit dieser Hunde. Trotz sehr hoher Einsatzbereitschaft haben diese Hunde
den Nerv sehr schnell runterzukommen und sich in ein normales Rudelverhalten wieder einzufinden. Jeder der einen K.N.P.V. Hund besitzt wird mir das bestädigen können!!
 Andere Übung: Mit dem Schlauchboot geht es auf ein Schiff.
 Coolnes ist hier gefragt. Schwache Nerven darf keiner haben.

Es kommt zu einem Überfall. Der Polizeibeamte mit Schild probiert einen Angriff abzuwehren. Der Dahinterstehende sichert ihn mit seinem Mechelaar ab.
 Der Angreifer läßt nicht ab und der zu sichernde Beamte setzt seinen Hund ein. Dieser
setzt seinen Griff im Oberschenkel des Täters. Wieder schön zu sehen, welche Vorteile ein sauberer Griff beinhaltet. Der Täter wird nur festgehalten, die Beamten können
sich solange vom Hund absichern lassen bis die Situation unter Kontrolle ist. Der Einsatzbereich dieses Hundes ist ebenfalls ganz klar definiert. Er muß sich nur auf
eines konzentrieren. -Das Leben seiner zwei Hundeführer zu schützen!!
Auch hier möchte ich die Rubrik weiterhin ergänzen, leider fehlen mir bislang noch
Bilder und Informationen um auch noch andere Einsatzbereiche der Arbeitshunde zu beschreiben. Die Informationen und Bilder sind größtenteils aus dem Heft
HONDENSPORT & SPORTHONDEN aus Holland entnommen.

Diese Seite sollte ebenfalls aufklären. Auch wenn einige der Bilder recht brutal wirken, so ist dies doch die Realität mit der sich manche Diensthundeführer und deren
Hunde Tag täglich auseinandersetzen müssen. Ich denke, es sollte jeder die Möglichkeit besitzen, sich klar zu machen, was diese Mensch-Hund Teams täglich für den Erhalt dieser Gesellschaft tun. Ob dies nun im
Polizeidienst, im Militärdienst oder in der Rettungshundestaffel ist, spielt keine Rolle. Den Nutzen den die Bevölkerung daraus zieht ist unabstreitbar und unbezahlbar.
Denn die Zeit die diese Leute mit ihren Hunden verbringen um deren Leistungsfähigkeit zu erhalten, oder auch solche zu züchten, ist nicht mit Geld
aufzuwiegen. Dieser Nutzen ist bei einem guten Hundeführer zu 50% vom Hund abhängig. Bei einem schlechten Führer bestimmt zu 70%-80%. Dies sind zwar Zahlen
auf die ich eigentlich nicht gerne was gebe, aber irgendwie ist da was dran. Kurz um, der arbeitsfähige Hund steht schon wieder im Vordergrund, probieren wir ihn
mal dort zu halten, es kann für den Hund nicht schlechter werden!!
Wettkampf in Littauen 3,75 Meter!! -OHNE WORTE-
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